Great Britain, Januar 2013 – die Zweite

Nach einer Mütze Schlaf war Frühstück angesagt und ich wurde fasziniert Zeuge, wie M eine Tüte Zucker nach dem anderen in ihren Kaffee schüttete.
Leider wurde der Kaffee dadurch auch nicht besser, aber einen Versuch war es wert 😉

Als wir uns gestärkt und ausgecheckt hatten, ging es mit unserem Mietwagen zum Sighseeing. Das Auto wurde in einem Parkhaus untergestellt (die Preise dafür waren sowohl in Manchester als auch in Sheffield ziemlich happig) und zu Fuß ging es dann los und es gab, trotz leichtem Schneefall, viel zu sehen.

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Manchester besitzt sehr viele Bibliotheken.
An der City Library sind wir nur vorbei gelaufen.
 
 
 
 
 
 
 
Die John Rylands Library haben wir uns dann aber auch von innen angeschaut.
Das historische Gebäude hat einen modernen Vorderbau bekommen, in dem sich der Eingang, ein Geschenkshop und ein Cafe befindet.

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Durch das ebenfalls moderne Treppenhaus erreicht man sowohl den neuen Lesesaal in dem die Studenten arbeiten, als auch den historischen Lesesaal, wo ein recht beeindruckender Altbestand aufgestellt ist, man Ausstellungen auf mehrere Räume verteilt anschauen, aber auch regulär in den Lesenischen arbeiten kann.
 
 
 
 
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Ich liebe solche Orte und hätte zu gerne mal den alten Zettelkatalog unter die Lupe genommen, auch wenn ich vermutlich keine einzige Katalogkarte hätte lesen können 😆
 
 
 
 

Nach dem Bibliotheksbesuch ging es weiter zur Townhall von Manchester mit einem kurzen Zwischenstop bei einem Postoffice, um die Queen in Form von Briefmarken zu erwerben.

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Von aussen ist die Townhall und der große Platz davor sehr beeindruckend und wir mußten alle drei zugeben, dass in unseren Heimatstädten keine solch beeindruckenden Rathäuser zu finden sind.

 
 
Als ich gerade – dick eingemummelt, weil a……bsolut kalt – ein paar Bilder schoss, lief ein Einheimischer in kurzen Hosen, Turnschuhen und T-Shirt an mir vorbei.
Fasziniert starrte ich dem Typ hinterher und M kommentierte: „Das ist typisch für Engländer, denen fehlt ein Gen!“
Ooooooookaaaaaaaay, und ich hätte gedacht, denen fehlen ein paar Latten am Zaun – wieder was gelernt icon_mrgreen

In der Townhall gibt es einen ganz netten Tearoom, der mit seinen dunkelbraunen Lederseßeln das Flair eines englischen Herrenclubs verströmt.
Dort haben wir uns mit heißer, leckerer Tomatensuppe bzw Sandwiches gestärkt.

Danach ging es dann weiter zum von N vorangekündigten Shopping bei Lush.
Die Geruchsentfaltung der handgemachten Kosmetik war so überwältigend, dass ich lieber vor dem Landen gewartet habe und so die Menschen beobachten konnte, die zu Fuß unterwegs waren.
Ich fand es sehr interessant, wie die Passanten in England so rumlaufen.

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Das letzte Gebäude, das wir uns in Manchester von innen angeschaut haben, war die Manchester Cathedral.
Das Innere der Kirche wurde gerade für ein Konzert vorbereitet (ich habe gelernt, dass die englische Kirche keine Kirchensteuern erheben darf und darum andere Wege finden muss, um sich zu finanzieren), was einerseits interessant war, andererseits auch einige Ecken der Kirche unzugänglich für uns machte.
Als dann laute, vollkommen nicht-kirchliche Musik erschalte, bei der der Kirchenvorstand in meiner Gemeinde vermutlich einen Schlaganfall bekommen würde, haben wir ziemlich schnell die Flucht ergriffen und uns langsam auf den Weg zu unsrem Auto gemacht.

Das TomTom navigierte uns auf dem kürzesten Weg nach Sheffield, was ja eigentlich wünschenswert ist, in unserem Fall aber bedeutete, dass wir durch den verschneiten Peak District mußten, was wiederum glatte Straßen mit jeder Menge Kurven und Steigungen bedeutete.
Trotzdem brachte uns N sicher ans Ziel – das DoubleTree by Hilton Hotel Sheffield Park, wo wir eincheckten, unsre komfortablen Zimmer bezogen und uns für den geplannten Theaterbesuch und den Hauptgrund für unsere Reise fertig machten.

Zum Theater nahmen wir dann ein Taxi, damit auch N entspannt das Stück genießen konnte.
Der Taxifahrer war kein gebürtiger Engländer, recht schlecht zu verstehen und leider irgendwie ortsunkundig, was dazu führte, dass er per Handy versuchte herauszufinden, wie er uns am besten zum Theater bringen könnte.
Leider brachte das nicht den gewünschten Erfolg und während er mir von seinen beiden Brüdern in Paris erzählte, wurde einhändig gelenkt und mit der anderen Hand unsere Touristenkarte von Sheffield zu Rate gezogen.
Zum Glück saß M mit N auf dem Rücksitz und bekam nicht mit, wie langsam der Mann fuhr, sonst hätte sie ihn vielleicht noch erwürgt, ihn vom Sitz geschubst und N doch zum Fahren verdonnert, damit wir rechtzeitig ankommen giggle

Irgendwie schaffen wir es aber doch rechtzeitig und kamen sogar beim richtigen Theater an 😉 wo wir uns das Musical ‚My Fair Lady‘ anschauen würden…to be continued

Den ersten Bericht kann man hier nachlesen, den Bericht zum Theaterbesuch gibt es hier und den dritten Bericht gibt es hier.

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26 Antworten zu Great Britain, Januar 2013 – die Zweite

  1. nettebuecherkiste schreibt:

    Witzig, ich war ja schon oft in England – aber noch nie in Sheffield und von Manchester kenn ich nur den Flughafen… Bin schon gespannt auf deine weiteren Berichte!

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  2. Herba schreibt:

    Solltest Du eine Reise in die Ecke plannen, würde ich Dir empfehlen, nicht unbedingt im Januar zu fahren 😉

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  3. M schreibt:

    So viel Zucker war es gar nicht!

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  4. Herba schreibt:

    😆 Jeder andere hätte dagegen protestiert, dass ich ihm einen Mord zutraue und du schimpfst wegen dem Zucker 😆

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  5. Servetus schreibt:

    Wo Du nun die Queen im Form von Briefmarken erworben hast, kannst Du sie jetzt nun um die Welt auf Tour verschicken …

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  6. Herba schreibt:

    😆
    Leider nicht, die 10 Queens, die ich gekauft habe, wurde alle von England nach Deutschland geschickt….wobei einige sich verlaufen zu haben scheinen 😦

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  7. Moxica schreibt:

    Mit dem Taxi zum Theater? Warum seid ihr nicht mit den Bahn gefahren? Laufen wäre vielleicht etwas weit gewesen: ihr seid die doppelte Strecke vom Theater entfernt gewesen als meine Unterkunft. Da hättet ihr sicherlich ne Stunde laufen müssen. Aber immerhin seid ihr ja noch rechtzeitig angekommen. 🙂

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  8. Moxica schreibt:

    Deine Karte kam bei mir an und ich hab mich RIESIG gefreut! VIELEN DANK!!! Vor allem das Theater als Motiv: ein schönes Andenken. 😀

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  9. Herba schreibt:

    Ich wüßte nicht, daß die Bahn irgendwo in der Nähe unsres Hotels gewesen wäre *MitDenSchulternZuck*
    Abgesehen davon war das Taxi auch wirklich billig

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  10. Herba schreibt:

    Das freut mich……aber die Karte war von M und mir 😉

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  11. Moxica schreibt:

    Und wenn schon: ich mag meinen Tee auch mit viel Zucker und Milch UND natürlich englische Kekse. *jammy*

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  12. Moxica schreibt:

    Ja und ich hab mich gaaaanz dolle gefreut und wieder am Mr. West gedacht. Mist, wenn ich näher an Sheffield wohnen würde, würde ich öfter versuchen ihn mal zu knuddeln. So muss ich meine Shelties als Ersatz nehmen. 😀

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  13. Moxica schreibt:

    Na wenigstens war es billig. Ich hatte den Eindruck, dass man in Sheffield überall mit Bus, Straßenbahn oder Bahn hinkommt (sogar nach Loxley). Aber zum Glück gibt es auch viele Taxen.

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  14. Herba schreibt:

    Es gibt sicher schlimmeres 😉

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  15. Moxica schreibt:

    Ja sicher, meine Jungs sind ja auch total verschmust und weich. Und ich hab sie 24 Stunden um mich rum, was bei Mr. West leider nicht geht.

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  16. Herba schreibt:

    Stimmt und den gäbe es ja auch sicher nur mit Anhang, was ja auch irgendwie stöhrend wäre 😉

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  17. Moxica schreibt:

    Nö, hätte ich kein Problem mit. *lach*

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  18. Herba schreibt:

    Oooooookaaaaaay *lach*

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  19. Cat Crawfield schreibt:

    Ich bin aber beruhigt, dass es noch mehr Leute gibt, die es mit dem Zucker bei Kaffee übertreiben! ;D

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  20. diepoe schreibt:

    oh wie schön!
    Hach, da bekomm ich Fernweh!

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  21. Herba schreibt:

    M hat nicht übertrieben – schuld war nur der englische Kaffee 😉

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  22. Herba schreibt:

    Ja, gelle. Kein Vergleich zu Bibliotheken, die wir kennen *seufz*

    Der nächste Urlaub kommt bestimmt!

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  23. diepoe schreibt:

    seufz! Ja!

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  24. M schreibt:

    Es wäre ja kein Mord, sondern gerechtfertigte Notwehr gewesen!!!
    Aber wie es aussieht war ich in dem Taxi die ruhigste von uns allen. Ich hatte keine Bedenken zu spät zu kommen. Ich wusste, es wird ALLES gut

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  25. Herba schreibt:

    Oder so 😆

    Sieht ganz so aus, dafür hattest du dann vorm Theatersaal Deinen „Oh Gott, oh Gott, gleich ist es soweit Moment“ :*

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  26. Pingback: Foto-Projekt ABC: B wie…? | Unkraut vergeht nicht….oder doch?

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