Great Britain, Januar 2013 – die Erste

Ich war noch nie in England, was immer wieder für Verwunderung sorgt, weil ich ja Vieles was britisch ist, sehr gern mag.

Als dann letztes Jahr eine Freundin (im weiteren Text M genannt) eine Reisebegleitung für einen Theatertrip gesucht hat, war die Gelegenheit gekommen, um das erste Mal auf die Insel zu reisen.
Zum Glück bin ich ja merkwürdige Kommentare gewöhnt, denn wieso frau ausgerechnet Mitte Januar nach Manchester bzw. Sheffield reisen will, hat sich den meisten Menschen nicht ganz erschlossen 😆

Als es Donnerstagnachmittags losging, war ich ganz schön aufgeregt. Der erste Flug seit gut 10 Jahren und dann auch noch alleine…

Na ja, ich habe dann zu Hause nur ungefähr 20 Mal überprüft, dass ich auch wirklich alles dabei hatte und dann ging es mit der Bahn zum Flughafen.
Eingecheckt hatte ich schon am Tag vorher, also musste ich nur den Koffer loswerden und hatte dann noch Zeit für ein Wasser zur Beruhigung.

Nach der Sicherheitskontrolle, wo mein eReader zum Glück keinen Alarm ausgelöst hat (tja Eddy, mein Guy weiß sich eben zu benehmen 😉 ) und einem etwas längeren Fußmarsch am Gate, das zum Boarding angegeben war, angekommen, fand ich es extrem merkwürdig, dass da so wenig Leute waren.
Zum Glück war ich geistesgegenwärtig genug, jemanden zu fragen.
Die nette Dame hat mich dann an ein Servicetelefon verwiesen, wo ich mein Gate abfragen konnte. Natürlich hatten die das kurzfristig geändert. Also bin ich quasi Dreiviertel des Weges wieder zurückmarschiert, kam aber noch rechtzeitig und konnte ohne weitere Pannen an Bord gehen.

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Bevor wir starten konnten, ging es nun erst einmal zum Enteisen des Flugzeugs, was etwas gedauert hat, aber irgendwie schon lustig war, weil die Fahrzeuge so witzig aussehen.

 
 
 
 
 
Und dann ging es endlich los. Ich hatte ja auf einen gutaussehenden Herren auf dem Platz neben mir gehofft, an den ich mich im Zweifelsfall und bei akuter Panik klammern könnte.
Stattdessen saß eine furchtbar aufgeregte Frau mit leichter Flugangst neben mir, die mir erzählt hat, wie toll es ist jemand neben sich zu haben, der so einen ruhigen Eindruck macht…ich nehme mal an sie sprach vom Herrn auf dem Gangplatz oder ich habe eine Oscar reife Performance hingelegt, denn ich war alles andere als ruhig 😉

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Der Flug verlief, trotz angekündigter Turbulenzen, ruhig und ich kam sicher, wenn auch etwas verspätet durch das Enteisen in Manchester an, genau wie mein Koffer, was mich sehr erleichtert hat.
Das Reisen per Flugzeug schien bis dato besser zu laufen, als das mit der Bahn.
 
 

Am Ausgang warteten dann schon M und N, meine Reisegefährten auf mich und nach einer kurzen, aber herzlichen Begrüßung ging es im Bus zur Autovermietung.
Während ich das Gepäck beaufsichtigte machten die beiden unsren fahrbaren Untersatz bei einem netten Herrn klar, der in seinem grünen Anzug aussah wie ein irischer Kobold.

Der graue Vauxhall Astra war sehr bequem, zumindest als Mitfahrer. Ansonsten frage ich mich, welcher Hirni Autos mit so kleinen Rückfenstern entwirft.
Da weder M noch ich uns in der Lage fühlen links zu fahren, war N für die vier Tage unser Chauffeur und ich muss sagen, sie ist wirklich mein Held!!!
Nicht nur, dass sie mit dem Linksverkehr hervorragend umgeht, nein, sie trotzte auch dem Winterwetter, dass während der Reise auf uns warten würde, aber davon nachfolgend mehr.

Das mitgebrachte TomTom (stellenweise auch leicht verwirrt durch den Linksverkehr in England) lotste uns nun durch dämmrige Manchester in Richtung Salford Quays, wo unser Hotel für eine Nacht auf uns wartete.

Die Rezeptionistin war ganz nett, nur leider nicht ganz effizient, was wir merkten, als wir eine weitere Decke orderten, die nicht nach den versprochenen 15 Minuten bei uns ankam.
Das war eigentlich gar nicht so schlimm, denn da die Klimaanlage durchdringend und dauerhaft pfiff, wechselten wir das Zimmer und dort tauchte die dritte Decke dann irgendwann auf.

Leider entging der Dame, dass im neuen Zimmer das dritte Bett nicht gemacht war, also latschten M und ich zum dritten Mal zur Rezeption, wo nun der Schichtwechsel stattgefunden hatte und ich einem Herrn unser Problem erklärte.
Er versprach dann auch für Abhilfe zu sorgen, aber entweder er verstand mein gekauderwelschtes Englisch nicht oder er hatte was an den Ohren, denn als er bei unsrem Zimmer auftauchte, hatte er kein komplettes Bettzeug dabei, sondern nur eine Decke.
Mit einem Blick auf das ungemachte Bett und einem gegrummelten ‚You should have said that.‘ verschwand er wieder und stand nach geraumer Zeit mit zwei Kissen vor der Tür.

Zwei Kissen sind ja sehr nett, aber wo war das Bettlaken?

Nach einem weiteren gegrummelten ‚You should have said that.‘ (HALLO???? Ich dachte, das hätte ich!) und einigen Minuten Wartezeit hatten wir dann aber alles beisammen und konnten uns nach einem letzten Blick auf das Stadion von Manchester United (siehe Bild – sorry für die schlechte Quali) zur verdienten Nachtruhe begeben…to be continued

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Den zweiten Bericht kann man hier nachlesen, den Bericht zum Theaterbesuch gibt es hier und den dritten Bericht gibt es hier.

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21 Antworten zu Great Britain, Januar 2013 – die Erste

  1. Servetus schreibt:

    Bin gespannt, wie es weiter geht …

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  2. Herba schreibt:

    Das war ich zu dem Zeitpunkt auch 🙂

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  3. Servetus schreibt:

    🙂

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  4. diepoe schreibt:

    Manuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu

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  5. Herba schreibt:

    Hihihi

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  6. Cat Crawfield schreibt:

    Sehr schön 😀 Wann gehts weiter?!

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  7. Herba schreibt:

    Lass DIch überraschen….. *sing*

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  8. Moxica schreibt:

    Ja, ich will auch wissen, wie es weitergeht. Naja, eigentlich weiß ich es schon, aber ich würde einfach gern erfahren, wie du das Theaterstück/Musical fandest.

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  9. Herba schreibt:

    Es hat mir gefallen

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  10. Floradys schreibt:

    Wirklich kaum zu glauben, dass Du das erste mal nach England geflogen bist! Ich war schon *am Kopf kratz* 17x da. Aber hauptsächlich in London. Kann aber auch Süd-England (Cornwall) sehr empfehlen. Aber London ist und bleibt meine absolute ♥ Lieblings-Stadt ♥. Anfang April geht´s wieder hin. Wenn Du mit möchtest, sag Bescheid! 😉

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  11. Herba schreibt:

    So ein Zufall, ich bin Anfang April auch das erste Mal in London 🙂

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  12. Moxica schreibt:

    Wie? Im April wieder in England? Wie kommt’s?

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  13. Herba schreibt:

    Wies kommt? „Kurzzeitige geistige Umnachtung“ beschreibt das Ganze vermutlich am besten 😆

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  14. Moxica schreibt:

    Ne, komm. Jetzt sach mal: was ist der Grund??????? Wenn du es nicht öffentlich machen willst, dann kannst du es mir auch mailen. 😉

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  15. Herba schreibt:

    Kein Problem, ist ja nichts Schlimmes. Der Grund ist Shakespeare und Chekhov

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  16. Moxica schreibt:

    Der von Star Trek? Spielt der im Theater in einem Shakespeare-Stück?

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  17. Herba schreibt:

    Ich weiß nicht wen Du meinst, bei StarTrek kenne ich mich nicht aus

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  18. Moxica schreibt:

    Okay, dann nicht Star Trek. Meinst du Anton Chekhov bzw. Tschechow? Oder wen meinst du?

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  19. Herba schreibt:

    Genau den – Chekhov ist die englische Schreibweise

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  20. Moxica schreibt:

    Ahhhh! Und was gibt es von dem und Shakespeare in London? Bist du Chekhov-Fan oder ……..oh man, lass dir doch nicht so die Würmer aus der Nase ziehen! Erzähl!!!

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  21. Herba schreibt:

    Es gibt Macbeth und ein Stück, das auf zwei Kurzgeschichte von Chekhov basiert.

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