Abraham Lincoln Vampirjäger

Der neunjährige Abraham Lincoln (Benjamin Walker) wohnt mit seinen Eltern auf der Plantage von Jack Barts (Marton Csokas).
Als William Johnson (Anthony Mackie), der beste Freund von Abraham von einem Aufseher geschlagen wird, versucht Abe ihm zu helfen und bezieht ebenfalls Prügel.
Abes Vater (Joseph Mawle) geht dazwischen und wird infolge dessen von Barts entlassen, der außerdem das Geld, dass Abes Vater ihm schuldet sofort zurückfordert.
Als Abes Vater erklärt, dass er nicht sofort zahlen kann, kündigt Barts an, sich für das Geliehen auf andere Weise entschädigen zu wollen.
Nachts bricht er in die Hütte der Familie Lincoln ein und Abe beobachtet, wie Barts seine Mutter (Robin McLeavy) ins Handgelenk beißt. Abes Mutter stirbt kurz darauf und der Junge sinnt auf Rache.
Neun Jahre später will der mittlerweile achtzehnjährige Abraham Barts erschießen, dieser überwältigt ihn jedoch und Abe kommt nur mit dem Leben davon, weil ihn Henry Sturgess (Dominic Cooper) rettet. Dieser erklärt ihm, dass Barts ein Vampir ist und bringt Abe bei, wie man gegen diese gefährliche Spezies kämpft.
In den folgenden Jahren studiert Abe Rechtswissenschaften und vernichtet nebenbei Vampire.
Als ein Krieg aufzieht, in dem auch die Vampire mitmischen, um die Sklaverei zu erhalten und ihre wichtigste Nahrungsquelle nicht zu verlieren, sieht sich Abraham Lincoln einer Gefahr gegenüber, die es mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt.

Ich fand die Idee Abraham Lincoln Vampire jagen zu lassen, so absurd, dass ich den Film eigentlich gar nicht anschauen wollte. Nun ja, letztendlich kam es dann doch mal wieder anders.
Der Film hat für mich Licht, aber auch Schatten.
Benjamin Walker als junger Lincoln, der seinen Weg im Leben erst finden muss, hat mir gut gefallen, vor allem in den Szenen mit Mary Elizabeth Winstead.
Allerdings stellte er mir die Trauer, Verzweiflung, Wut und Rachegelüste, die er wegen des Todes seiner Mutter empfindet nicht gut genug da und blieb in solchen Szenen, wo ein bisschen heftigere Emotionen gefordert gewesen wären, blass.
Dominic Cooper, Marton Csokas und der Rest des Castes agiert ordentlich, aber keiner sticht besonders hervor.
Auch Rufus Sewell nicht, der schauspielerisch schon einiges draufhat.
Aber wo ein Drehbuch keine Tiefe hergibt, ist es eben schwer, Tiefe zu erzeugen.
Die Guten sind nur gut, die Bösen nur böse – Punkt!
Das alles ist bei einem Film wie ‚Abraham Lincoln Vampirjäger‘ auch nicht wirklich schlimm, aber dann hätten die Macher meiner Meinung nach auf andere Dinge mehr Wert legen müssen. Zum Beispiel auf den Humor, der definitiv zu kurz kommt.
Die Special effects waren ganz nett, haben mich aber nun auch nicht total umgehauen und zum Beispiel die Maske von Benjamin Walker als alter Lincoln, fand ich gar nicht überzeugend. Das geht heutzutage doch nun wirklich besser!
Trotzdem hat mich der Film schon auch unterhalten.
Eine Verfolgungsjagd über die Rücken einer Wildpferdeherde und der letzte Showdown im dahinrasenden Zug war definitiv sehenswert. Auch die allerletzte Szene fand ich ganz nett gemacht und der junge Abraham, der versucht sich gegen die Flirtaktionen von Mary zu wehren, war einfach nur süß!
Insgesamt ist Abraham Lincoln Vampirkiller ein Vampirfilm mit historischem Bezug, aus dem man vermutlich mehr hätte machen können, der aber als Popcornkino für zwischendurch sicher seine Zuschauer finden wird.

Der deutsche Trailer

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4 Antworten zu Abraham Lincoln Vampirjäger

  1. Servetus schreibt:

    Interessant, Deine Meinung zu lesen. Ich habe mich bislang davon ferngehalten, weil AL einer meiner Kindheitshelden war (und bleibt) und ich weiß immer noch nicht, ob ich das ertrage (denn ich habe auch wenig für Vampire übrig…)

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  2. Herba schreibt:

    Dann lass es lieber bleiben – nichts was man gesehen haben müßte!

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  3. hulrich schreibt:

    Ich war in dem Film zusammen mit einem Freund. Nach wenigen Minuten stand unser Urteil fest und hat sich nicht wirklich geändert. Der US-Hurra-Patriotismus, der war schon ziemlich gewöhnungsbedürftig und das einfache Freund-Feind-Schema ebenfalls ziemlich erbärmlich. Wenn man das Genre des Vampirfilms mag, dann gehört dieses „Werk“ nicht wirklich zu den Sternstunden. Die Schlußszene läßt ja befürchten, daß Hollywood sich eine Fortsetzung offen läßt – hoffentlich dann nicht George Bush auf der Jagd nach dem Werwolf Osama bin Laden…

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  4. Herba schreibt:

    Eine Fortsetzung befürchte ich ja auch, obwohl ich die Schlusssekunde eigentlich ganz witzig fand

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