RingCon 2012 – erster Tag

Ich habe in den letzten Posts ja immer mal wieder Andeutungen gemacht, dass ich am vergangenen WE unterwegs bin, wollte aber nicht so ganz mit der Sprache herausrücken, weil ich mir nicht ganz sicher war, ob ich dann auch wirklich drüber bloggen will.
Nun ist das Wochenende rum, es war einfach toll und ich will drüber schreiben. Dazu sollte ich wohl erstmal erklären wo ich war 😉
Nun ja, ich war auf der RingCon 2013 in Bonn.

Die RingCon ist eine dreitägige Veranstaltung für Fantasyfans, bei der man sich mit Gleichgesinnten austauschen, Workshops besuchen, Vorträge zu vielen Themen anhören und Schauspieler aus verschiedenen Fantasyfilmen und -serien treffen kann.

Ich bin ja eigentlich kein Fantasygeek, aber als Fan von den Tolkienverfilmungen habe ich dieses Jahr zum ersten Mal wirklich mitbekommen, dass es solche Conventions gibt.
Natürlich wurde dann auch spekuliert, ob evtl. Stargäste aus dem Hobbitcast anwesend sein werden und der Gedanke schlich sich ein: Eigentlich müsste man da mal hin.

Eine Bekannte hat dann Nägel mit Köpfen gemacht, eine Karte gekauft und mir angeboten bei ihr zu wohnen, falls ich mitkommen will.
Nach einigem Hin und Her in meinem Kopf (ohne das geht es bei mir meist nicht), ist dann irgendwann die Entscheidung gefallen: JA, ich kaufe ein Ticket und JA ich fahre nach Bonn zur RingCon.

Kurz vorher war ich dann doch sehr aufgeregt, weil ich überhaupt nicht wusste, was mich erwartet.

Am Freitag morgen ging es dann früh zum Bahnhof und als der Zug leicht verspätet einfuhr, war die RingCon gedanklich erstmal abgemeldet und ich machte mir Sorgen, dass ich meinen Anschlusszug verpassen würde.
Diese Sorgen stellten sich dann sehr schnell als berechtigt heraus.
Abgelenkt wurde ich durch einen netten Sitznachbarn, der mit erklärte, dass die englische Bahn viel unzuverlässiger wäre als die deutsche (er muss es wissen, er ist Engländer) und zusammen hatten wir trotz des verpassten Zuges und der Warterei auf die nächste Mitfahrgelegenheit in die richtige Richtung sehr viel Spaß.

Leicht genervt kam ich dann eine Stunde später als geplant in Bonn an und wurde freudestrahlend von meiner Bekannten begrüßt.

Mit der Stadtbahn fuhren wir den kurzen Weg zum Maritim Hotel und dort ging es dann gleich richtig los.
Eintrittskarte abholen, Akkreditierungsbändchen ums Handgelenk schnallen lassen, die offizielle RingCon Tasche mit allerlei Infomaterial in Empfang nehmen, die Eintrittskarten einschweißen lassen und am offiziellen Verkaufsstand der Con über jede Menge Zwerge in den verschiedensten Aufmachungen stolpern.

 

Es gab Gimli als große Statur, es gab die 13 Zwerge als Pappaufsteller in Zwergenlebensgröße (was gleich die Frage aufwarf: Ob wir den von Thorin wohl unauffällig heute Abend hier raus tragen können? ).

 

 

 

Es gab die limitierte Weta-Statur von Thorin, Tassen mit Thorin, T-Shirts mit dem offiziellen Hobbit-Schriftzug und last but not least lauter Little Thorins von denen wir gleich mal jeder einen gekauft haben.
Wie sich zeigte, war das eine sehr clevere Entscheidung, denn ab Samstag Nachmittag, gab es noch jede Menge kleiner Bilbos, Legolas und Sets mit den anderen Zwergen, aber nach Thorin suchte man vergeblich.
Da merkt man doch gleich, dass man von lauter Fachleuten umgeben ist!

 

Als wir uns zum Hauptsaal durchgeschlagen hatten, ging gerade das Panel mit Thomas Robins (Deagol aus HdR) und Lori Dungey (Mrs. Bracegirdle aus HdR) zu Ende.

 

Als nächstes wurde es dann für uns zum ersten Mal interessant, denn das Panel mit Natalia Tena (Osha aus GoT) und Joe Dempsie (Gendry aus GoT) begann.
Die beiden sind super-sympathisch, waren absolut gut drauf und beantworteten gut gelaunt die Fragen der Zuschauer.

 

Natalia, die schon öfter Gast auf der RingCon war, erzählte, wie ein Abdruck ihres Hinterns gemacht wurde, damit sie als Tonks in Harry Potter mit dem Besen durch die Gegend fliegen konnte.
Joe ist Fan des Fußballclubs Nottingham Forrest und kann sich mit den Geeks auf der RingCon, die sich verkleiden voll identifizieren.
Beide erzählten auch von den Freuden eines Drehtages im a****bsolut kalten und verregneten Belfast und dass ihr Make-up meist darin bestünde, dass ihnen jemand 10 Minuten lang Dreck und Matsch überall hin schmiert.

Als nächstes schauten wir uns dann das Panel von Craig Parker (HdR, Spartacus, Legend of the Seeker) an und ich muss sagen: Der Mann ist ein absolutes Highlight der RingCon und ich kann verstehen, wieso die Macher ihn immer wieder einladen.

Er ist witzig, begeistert und macht ziemlich viel Unsinn, beantwortet aber auch Fragen der Zuschauer mal ernst mal mit viel Humor.
Er erzählte zum Beispiel, dass er sehr viel lieber einen Menschen spielt als einen Elben, weil Elben beim Laufen nicht nach unten schauen und da er sehr viel im Wald herumlaufen musste, war diese Elbeneigenschaft ziemlich anstrengend für ihn. Beim Erzählen torkelte er über die Bühne und machte vor, wie er in Neuseeland beim Drehen durch den Wald gestolpert ist.
Angesprochen auf eine Rolle, die sehr, sehr lange zurückliegt, musste er erstmal lachen und grummelte dann, dass früher, als die Filme auf VHS erschienen, irgendwann keiner mehr wusste, dass man in bestimmten Filmen mitgespielt hat, aber heute in Zeiten des Internets müsste man als Schauspieler mit den peinlichen Rollen aus der Vergangenheit leben.

Kristin Baur (Pam aus True Blood) war dann die nächste, die auf der Bühne erschien.
Sie kannte ich vorher gar nicht, weil ich die Serie nicht kenne, aber sie scheint ein sehr netter Mensch zu sein.
Sie erzählte kichernd über eine Szene, bei der die Zuschauer den nackten Hintern von Alexanders Skarsgard sehen und sie ihm gegenüber steht. Außerdem erzählte sie von ihren eigenen Nacktszenen, die sie immer als etwas verstörend empfindet.
Und sie erzählte ausführlich davon, wie sie Alexander dabei unterstützt, wenn sie in True Blood schwedisch sprechen muss. Spätestens da wurde im Saal und auf der Bühne sehr viel gelacht.

Der nächste im Panelreigen am Freitag wäre dann Billy Boyd gewesen, aber da Frau ja auch mal etwas essen muss, haben wir uns sein Panel gespart und das Buffet im Hotelrestaurant gestürmt. Das Essen war gut und reichlich und wenn man von einem Craig Parker am Salatbuffet überholt wird, ist das auch ganz nett.

Pünktlich zur Eröffnungszeremonie waren wir dann wieder auf unsren Plätzen im großen Saal.
Der Moderator der ganzen Veranstaltung Mark Ferguson hat ein bisschen Unsinn geredet und dann seinen Co-Moderator Mini-Mark (Lori Dungey als Mark Ferguson verkleidet) vorgestellt.
Danach wurden alle Vortragenden und die Autoren, die das Rahmenprogramm gestalten, auf die Bühne geholt.
Und dann wurden alle Schauspieler auf die Bühne gerufen. Alle? Nein, Iain Glen fehlte. Hatte er doch noch abgesagt???? Waaaaaaaaaaaah! Die Enttäuschung in diesem Moment war doch recht groß. Zum Glück erzählte Mark Ferguson dann auch schon, dass Iain später anreisen und pünktlich zu seinem Panel am Samstag da sein würde.
Ich war trotzdem skeptisch, aber erstmal wenigstens ein bisschen beruhigt. Craig Parker hüpfte auch bei der Eröffnungszeremonie gut gelaunt über die Bühne.
Daniel Gillies machte einen etwas verlorenen Eindruck, aber hinterher haben wir erfahren, dass sein Gepäck nicht mit ihm in Bonn angekommen war und das erklärte dann doch sein langes Gesicht.

 

Nach der Eröffnungszeremonie war das Panel vom gut gelaunten Jason Momoa an der Reihe, wo wir erfahren haben, dass er German Weizenbier liebt und Angst vor Pferden hat, dass diese Angst auf Gegenseitigkeit beruht, und dass das zeigt, was für ein toller Schauspieler er ist, weil er den Pferdelord in GoT so überzeugend gespielt hat.
Außerdem hat er erzählt, dass seine Kinder ‚König der Löwen‘ lieben und sein kleiner Sohn ihn Mufasa nennt.

 

 

Nach diesem Panel beschlossen wir noch für einen Absacker in die Hotelbar zu gehen und dann den Heimweg anzutreten.
Als ich auf meine Bekannte in der Lobby wartete, lief ein blonder Herr in Jeans, Jackett und mit Rollkoffer in der Hand an mir vorbei – Iain Glen war nun auch da und der Abend war ‚gerettet‘.

Daniel Gillies schlenderte auch mit einem Getränk in der Hand durch die Halle und Jason Momoa stand am Tresen in der Hotelbar und unterhielt sich angeregt.
Es stimmt also, wenn man hört, dass die Stars bei der RingCon sich auch mal unters Volk mischen. Besonders schön fand ich, dass die meisten Fans das zwar registrieren, aber die Privatsphäre respektieren, sprich es wird nicht wild durch die Gegend fotografiert oder ständig jemand angequatscht.

Im strömenden Regen ging es dann irgendwann nach Hause und um halb eins fielen wir beide glücklich und sehr müde nach unserem allerersten RingCon-Tag ins Bett.

Zum zweiten Tag geht es hier, zum letzten Tag geht es hier.

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14 Antworten zu RingCon 2012 – erster Tag

  1. TimeBanditsWorld schreibt:

    war sicher ein tolles Erlebnis 😉

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  2. Herba schreibt:

    Das war es. Ich grinse immer noch im Kreis – anders kann man es, glaube ich, nicht beschreiben 😆

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  3. nettebuecherkiste schreibt:

    Wow, ich beneide dich! Aber ausgerechnet Billy Boyd hätte ich nicht verpassen wollen 😉

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  4. Herba schreibt:

    Den hab ich mir dann später zusammen mit Sean Austin angeschaut und beim Essen ist er mir auch ein paar Mal über den Weg gelaufen 🙂

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  5. nettebuecherkiste schreibt:

    Arghhh, Neid!!! Ich hör ihn doch so gern reden 🙂

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  6. Herba schreibt:

    er hat sogar gesungen *Verzückt seufz*

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  7. servetus schreibt:

    I’d rather play a man than an elf, too 🙂

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  8. Herba schreibt:

    😆 No one would me hire for an elf, so no problem for me 😉

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  9. nettebuecherkiste schreibt:

    Wow, doch nicht das Lied aus The Return of the King? Seufz…. 🙂

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  10. Cat Crawfield schreibt:

    WOW!! Meine Güte…. WOW!!! *___*
    Ich wäre an Daniel Gillies Stelle übrigens auch sehr traurig, wenn mein Gebäck nicht angekommen wäre… schlimmer wäre es gewesen, wenn es das Gepäck gewesen wäre! O__O (:P)

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  11. Herba schreibt:

    Übermorgen erzähle ich mehr davon, versprochen

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  12. Herba schreibt:

    😛 ich weiß gar nicht wovon du redest 😉

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  13. nettebuecherkiste schreibt:

    Da bin ich mal gespannt! 🙂

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  14. Pingback: Kabel 1 zeigt ab 1.9. die kurzlebige US-Crime-Serie „Wisdom of the Crowd“ | Unkraut vergeht nicht….oder doch?

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