Love Comes to the Executioner (Originalversion)

Heck (Jonathan Tucker) ist gerade fertig mit dem Studium und möchte gerne als Lateinlehrer arbeiten.
Als er jedoch zurück nach Hause kommt, muss er feststellen, daß seine Mutter (Christine Ebersole) durch jahrelangen Alkoholmissbrauch dauerhafte Pflege braucht, die sehr viel geld kostet.
Verzweifelt versucht Heck einen Job zu finden, wird jedoch überall abgelehnt, weil sein Vater in der Todeszelle starb und auch sein älterer Bruder Chick (Jeremy Renner) gerade in der Todeszelle sitzt.
Schließlich findet er ausgerechnet im Gefängnis, in dem sein Bruder einsitzt einen gut bezahlten Job als Lateinlehrer…..und Henker.
Als Heck sich dann auch noch in Dori (Ginnifer Goodwin), die Exfreundin von Chick verliebt, ist das Chaos im Knast perfekt…

‚Love comes to the Executioner‘ ist auf meiner Ankucken-Liste gelandet, weil ich gerade dabei bin nach und nach die Filme anzuschauen, die Jeremy Renner gedreht hat.
In Deutschland kommt man nur sehr schwer an die DVD, aber ich habe einen netten Mensch in meinem Bekanntenkreis gefunden, der sie besitzt und sie mir geliehen hat – man muss nur die richtigen Leute kennen
Die Geschichte ist ziemlich abgedreht, nähert sich dem Thema Todesstrafe auf sehr humoristische Weise und ich hoffe mal, daß es in den Staaten der USA, wo die Todesstrafe (leider) noch angewendet wird, etwas professioneller zugeht, als in diesem Film 😉
Der ziemlich unbedarfte Heck, der vollkommen in seiner Liebe zur toten Sprache Latein aufgeht, wird ohne Vorkenntnisse und ohne eine Schulung auf die Todeskandidaten losgelassen und darf schon an seinem zweiten Arbeitstag eine Hinrichtung durchführen, die er hinter sich bringt in dem er laut ‚I’m walking on sunshine‘ singt.
Jonathan Tucker ist großartig für diese Rolle geeignet und sieht öfter mal aus wie ein verschrecktes Reh im Scheinwerferlicht.
Über Christine Ebersole, die die versoffene Mutter von Heck und Chick spielt, habe ich mehr als einmal herzlich gelacht.
Ginnifer Goodwin geht mir ehrlich gesagt auch in dieser Rolle ziemlich auf den Keks, wobei Dori von den Drehbuchautoren auch ein bißchen als nervensäge angelegt sein dürfte.
Jeremy Renner ist großartig in der Rolle des leicht durchgeknallten, aber charmanten Mörders Chick und wie ich hier schonmal erzählt habe, verdanke ich es ihm, daß es eine Version von American Pie gibt, die mir gefällt.
Insgesamt ist der Film eine schräge Komödie, die die Maschinerie, die hinter der Todesstrafe in amerikanischen Gefängnissen steht, kräftig durch den Kakao zieht und die mich durchaus amüsiert und unterhalten hat, die ich aber nicht öfter sehen muss.

Der englische Trailer

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4 Antworten zu Love Comes to the Executioner (Originalversion)

  1. servetus schreibt:

    Wow, das klingt total abgedreht. Zumal es kein Lateinunterricht in US Gefängnisse gibt …

    Ich bin mir nie sicher, daß sich Amerikaner Witze über die Todesstrafe erlauben können / sollten. Dennoch stelle ich es auf meiner Liste …

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  2. Herba schreibt:

    Das mit dem Lateinunterricht dachte ich mir.
    Witze über so ein ernstes Thema sind immer schwierig, aber wenn es dazu führt, daß sich Menschen mit einem Thema auseinandersetzen, die sich sonst nie damit beschäftigt hätten, kann auch das etwas Gutes bewirken denke ich.

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  3. Ceni schreibt:

    Sag mal also gibt es den Film in Deutschland oder nicht ?
    ich würde den echt gerne mal gucken, weil mich sowas immer wieder interessiert wo ernste Themen auch einmal lustig dargestellt werden (:

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  4. Herba schreibt:

    Hallo Ceni,
    ich bin nicht ganz sicher, aber so weit ich weiß gibt es den Film nicht deutsch synchronisiert.

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