Machine Gun Preacher

Sam Childers (Gerard Butler) ist ein drogenabhängiger Knastbruder und Biker, als er eines Nachts fast einen Menschen tötet.
Geschockt und zutiefst erschüttert begleitet er seine Ehefrau Lynn (Michelle Monaghan) und seine kleine Tochter (Madeline Carroll) in die Kirche, wo Lynn während Sams letztem Gefägnisaufenthalt zu Gott gefunden hat.
Beeindruckt vom Gottesdienst, dem Prediger und der gemeinde wird auch Sam gläubig und meint, daß Gott zu ihm spricht. Sein altes Leben hinter sich zu lassen, fällt ihm schwer, aber Sam schafft es, kann seine eigene kleine Baufirma hohziehen und baut im Namen des Herrn eine eigene Kirche, in der jeder willkommen sein soll.
Durch einen Prediger, der in Afrika als Missionar tätig ist, kommt er auf die Idee für ein paar Wochen nach Uganda zu reisen und dort Häuser zu bauen.
In Uganda angekommen setzt Sam sein Vorhaben in die Tat um. Als er Soldaten kennenlernt, bittet er sie, ihn über die grenze in den Sudan zu begleiten, weil er sich die dortigen Verhältnisse anschauen will.
Tief getroffen von den Erlebnissen dort kehrt er nach Hause zurück und befindet sich fortan auf einem Kreuzzug, um den Kindern im Sudan zu helfen, wobei er auch vor Gewalt nicht zurückschreckt.
Wird es Sam gelingen dauerhafte Veränderungen zu bewirken, ohne sich selbst dabei zu verlieren?

Machine Gun Preacher erzählt die wahre Geschichte von Sam Childers und so etwas interessiert mich immer. Außerdem mag ich Gerry Butler sehr gern, also ist der Film auf meine Leihliste gewandert.
Der Film beginnt gleich recht intensiv mit einer Szene im Kriegsgebiet Sudan, als ein Dorf überfallen wird und Soldaten einen kleinen Jungen zwingen seine Mutter zu töten.
Zum Glück schaffen es die Macher des Films, die Greuel des Krieges zu zeigen ohne effektheischend blutig zu werden.
Gerard Butler hat sehr viel Herzblut in seine Darstellung gelegt, was dem Film sehr gut tut und Teile des Nebencasts fand ich auch sehr gut.
Leider blieben andere Figuren etwas blass. Michelle Monaghan zum Beispiel, habe ich stellenweise die verzweifelte Ehefrau nicht wirklich abnehmen können.
Im Film selbst wechseln Phasen der Ruhe mit lauten Phasen ab, wobei die lauten, aggressiven Phasen noch mit passender Musik untermalt werden, was mir sehr gut gefallen hat.
Meine Angst, daß der Film zu pathetisch werden könnte, hat sich zum Glück auch nicht bestätigt – vielleicht, weil der Regisseur Schweizer ist 😉
Womit ich wenig bis gar nichts anfangen kann, sind die Szenen in der Kirche. Das ist mir irgendwie sehr fremd und vermutlich auch einfach zu weit weg von meinen eigenen Erfahrungen in der Kirche.
Insgesamt fand ich ‚Machine Gun Preacher‘ sehr interessant, nicht zu actionlastig und stellenweise auch bewegend.
Aber mit einer richtigen Dokumentation hätte man der Geschichte von Sam Childers vielleicht mehr Gefallen getan, auch wenn sie dann sicher weniger Menschen gesehen hätte.

Die offizielle Website zum Film

Der deutsche Trailer

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