Der Historiker von Elizabeth Kostova

1972 findet ein junges Mädchen, die als namensloser Ich-Erähler des Buches fungiert, in der Bibliothek ihres Vaters in Amsterdam alte Briefe und ein altes Buch, das leer ist, bis auf den Holzschnitt eines Drachens in der Mitte.
Als sie ihren Vater Paul, einen amerikanischen Historiker, der nun als Diplomat arbeitet, darauf anspricht erzählt er ihr eine unglaubliche Geschichte.
20 Jahre zuvor verschwand sein Doktorvater Professor Rossi aus seinem Büro, kurz nachdem er Paul erzählt hatte, daß er nach genauen Studien sicher sei, daß Vlad der Pfähler, besser bekannt als Dracula, noch als Untoter auf der Erde umgehe.
Als sich Paul auf die Suche nach Rossi macht, trifft er nicht nur Helen Rossi, die unbekannte Tochter des Professors, sondern auch viele interessante Gelehrte, die ihm dabei helfen, herauszufinden, was mit Dracula passierte und auch das Böse selbst wird auf Paul und Helen aufmerksam.
Als nach dem Erzählen dieser unglaublichen Geschichte auch Paul verschwindet, macht sich das junge Mädchen auf die Suche nach ihrem Vater – und nach Dracula.
Wird es ihr gelingen, ihren Vater unversehrt zu finden und das Rätsel des leeren Buches zu lösen?

Weder Ich-Erzählungen noch Vampirromane sind auf den ersten Blick uneingeschränkt mein Ding.
Dieses Buch hat mir jedoch sehr gut gefallen.
Die Autorin schreibt in einer wundervollen Sprache, anspruchsvoll und doch verständlich. Die historischen Fakten, die sie immer wieder interessant in Form von Briefen, Bucheinträgen oder Erzählungen präsentiert, fand ich sehr interessant.
Sie bilden den Hintergrund für die Suche, die in drei verschiedenen Zeitebenen ablaufen.
1930 sucht Professor Rossi nach Dracula, 1950 sucht Paul mit Helen nach Professor Rossi und 1972 sucht die Ich-Erzählerin nach Paul. Das klingt jetzt vielleicht sehr verwirrend, war es aber, obwohl die Zeitebenen immer wieder gewechselt werden, beim Lesen gar nicht.
Was ich auch sehr erfrischend fand war, daß ich mich zwar auch mal gegruselt habe, daß es aber für einen Vampirroman recht unblutig zur Sache ging.
Außerdem hat mir gefallen, daß am Ende alle wichtigen Rätsel aufgelöst wurden, das Ende nicht überhastet daherkam und doch noch ein paar kleine Rätsel übrigblieben. So erfährt man z.B. nie den Namen der Ich-Erzählerin.
Ich denke, wer gerne historische Romane liest und sich nebenbei etwas für Dracula bzw. Vampire interessiert wird diesen Roman mögen.

Die Homepage von Elizabeth Kostova
Elizabeth Kostova in der deutschen Wikipedia

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