North and South von Elizabeth Gaskell

Margaret Hale ist die Tochter des Pfarrers Richard Hale und der Lady aus gutem Haus Maria Hale. Die Familie lebt in einfachen aber gemütlichen Verhältnissen im Süden Englands.
Margaret hat einen Teil ihrer Jugend bei ihrer reichen Tante in London verbracht und zählt auf Grund ihrer Herkunft und Erziehung zur Oberschicht, obwohl ihre Eltern nicht viel Geld besitzen.
Als Maragrets Vater auf Grund einer Glaubenskrise die Kirche verläßt und beschließt mit seiner Familie in den Norden zu ziehen, um dort als privater Tutor zu arbeiten, wird die Welt von Margaret auf den Kopf gestellt.
Milton ist eine schmutzige Stadt. Die Menschen dort leben hauptsächlich von der Arbeit, die sie in den Spinnereien finden.
Margaret, die im grünen Helstone groß geworden ist, fühlt sich von der Lebensweise des Nordens abgestoßen.
Sie findet die Armut, in der die Arbeiter leben schrecklich und entwickelt ein starkes soziales Gewissen, das sie in der gehobenen Gesellschaft von Helstone immer wieder anecken läßt.
Der junge Spinnereibesitzer John Thornton ist von Margaret faszinierd und bemüht sich um sie, aber Margaret behandelt ihn herablassend, gibt sich arrogant und gerät immer wieder in Streit mit ihm, weil sie die Verhältnisse der Arbeiter in den Spinnereien anprangert.
Wird es Margaret gelingen sich in diesen neuen Verhältnissen zurechtzufinden?

Ich bin auf den Roman von Elizabeth Gaskell durch die gleichnamige BBC-Verfilmung aus dem Jahr 2004 aufmerksam geworden, die ich sehr, sehr gerne mag!
Lange habe ich mich davor gescheut den Roman zu lesen, da es zur Zeit keine deutsche Übersetzung zu kaufen gibt. Weil ich aber unbedingt einen der zahlreichen Fortsetzungsromane zu der Geschichte lesen wollte, habe ich mich dann doch mal an das Original gewagt.
Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase ließ sich das Englisch auch ganz gut lesen. Nur der zeitweise etwas raue Slang von Nicholas Higgins, dem renitenten Arbeiter, mit dem sich Margaret anfreundet, hat mir manchmal Mühe beim Lesen bereitet.
Die Charaktere, die ich ja schon aus der Mini-Serie kannte, sind einfach wunderbar beschrieben.
Das Buch konzentriert sich sehr stark auf Margaret und ihre Gefühlswelt, aber stellenweise bekommt man natürlich auch etwas von den anderen Personen und ihrem Innenleben mit.
Personen, die ich schon sehr mochte, mag ich nun, nachdem ich das Buch gelesen habe noch mehr und Personen, die ich aus der Mini-Serie nicht so mochte (ich sage nur Fanny und Tante Shaw) wurden mir beim Lesen noch unsympathischer, was sehr für die Qualität von Gaskells Worten spricht!
Ihr gelingt es neben der Beschreibung der Figuren auch hervorragend die Lebensverhältnisse der unterschiedlichen Schichten zu beschreiben. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen. Und das unterscheidet dieses Buch auch ganz stark von Stolz und Vorurteil, das sich ja mehr oder weniger nur mit der Oberschicht befaßt.
Ich bin froh, daß ich mich getraut habe, dieses wunderbare Buch zu lesen und kann es wirklich mit gutem Gewissen empfehlen.

Elizabeth Gaskell in der deutschen Wikipedia
Die Homepage der Gaskell Society

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