Der Patient von John Katzenbach

Dr. Frederick Starks, ein New Yorker Psychiater, der seit dem Tod seiner Frau allein lebt, bekommt einen Brief von jemanden, der sich selbst Rumpelstilzchen nennt.
In dem Brief gibt Rumpelstilzchen Dr. Starks 15 Tage Zeit, um seine wahre Identität zu entdecken. Sollte dem Psychiater das nicht gelingen, droht Rumpelstilzchen damit jemanden aus Dr. Starks Verwandtschaft umzubringen, es sei denn Starks würde Selbstmord begehen.
Fassungslos beginnt nun für Frederick ein Wettlauf gegen die Zeit, bei der er angestrengt versucht, aus seiner angestammten Rolle als passiver Zuhörer in die Rolle des am Geschehen aktiv Beteiligten zu schlüpfen.
Als Rumpelstilzchen jedoch beginnt systematisch das Leben von Frederick zu zerstören, wird dieses Streben immer schwieriger.
Wird es Frederick Starks am Ende gelungen sein, Rumpelstilzchen zu entkommen?

Ständig habe ich erzählt bekommen:
Du mußt unbedingt mal was von Katzenbach lesen. Solche Aussagen führen bei mir meistens dazu, dass ich mir denke: ‚Mmmmh ja, mach ich dann mal – irgendwann‘, egal ob es nun um Bücher oder etwas anderes geht 🙂
Aber nun hab ich es getan.
Der Patient ist sehr, sehr spannend. Und die Idee, daß jemand solch ein Psychospielchen mit einem anderen Menschen spielt, irgendwie beängstigend und macht diesen Thriller zu einem guten Buch.
Dem Autor gelingt es Spannung zu erzeugen, ohne das tonnenweise Blut spritz und einem die Kugeln um die Ohren fliegen bzw. ständig irgendetwas explodiert.
Auch das macht diesen Thriller wirklich gut.
Es gibt für mich allerdings auch zwei Wehrmutstropfen, wenn auch nur kleine.
Die Hauptfigur des Dr. Starks blieb mir beim Lesen immer leicht unsympathisch. Ich weiß gar nicht wieso, aber ich hätte das Buch einfach mehr genossen, wenn dem nicht so gewesen wäre.
Zweites kleines Manko war, dass ich nicht recht mit dem Schreibstil des Autors warm geworden bin.
Das Buch ist wirklich gut geschrieben und auch gut formuliert, aber auch da hat mir persönlich irgendwie die Verbindung gefehlt (das klingt vielleicht irgendwie komisch, aber ich weiß gerade nicht, wie ich das anders beschreiben soll).
Insgesamt kann man sagen, daß ich da einen guten Thriller in der Hand hatte, der das Lesen lohnt, der den Autor aber nicht unbedingt auf meine persönliche Von-dem-muss-ich-mehr-lesen-Liste setzt.

Die deutsche Homepage von John Katzenbach
John Katzenbach in der Wikipedia

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