Die drei Musketiere (von Paul W. S. Anderson)

Ich glaube „Die drei Musketiere“ ist eine der Geschichten, die fast jeder kennt, zumindest in unseren Breitengraden, und die immer mal wieder neu verfilmt wird.
Die neueste Verfilmung stammt aus dem Jahr 2011 und der Kerninhalt unterscheidet sich logischerweise nicht sehr von anderen Verfilmungen, die sich am Buch von Alexandre Dumas orientieren.
Der junge D’Artagnon (Logan Lerman), dessen Vater einst ein Musketier im Dienst des Königs war, kommt aus der Provinz nach Frankreich, um selbst ein Musketier zu werden.
Auf dem Weg in die Hauptstadt handelt er sich Ärger mit Rochfort (Mads Mikkelsen), dem Hauptmann der Kardinalswache ein.
Milady De Winter (Milla Jovovich) rettet ihn jedoch und D’Artagnon kann seine Reise nach Paris fortsetzen.
Kaum in Paris angekommen legt er sich nacheinader mit den drei abgehalfterten Musketieren Athos (Matthew Macfadyen), Porthos (Ray Stevenson) und Aramis (Luke Evans) an und wird von allen drei unabhängig voneinander zum Duell aufgefordert, daß zur gleichen Zeit am gleichen Ort stattfinden soll.
Großmäulig will D’Artagnon es mit allen drei aufnehmen, aber das Duell wird von der Kardinalswache und deren Hauptmann Rochford, der den Tod der Vier anordnet, gestört.
In einem heldenhaften Gefecht besiegen die Vier zusammen jedoch die Wache und die Musketiere nehmen den jungen Mann mit zu sich nach Hause.
Dort stellt D’Artagnon fest, wie desillusioniert die drei einst so heldenhaften Männer nun sind, nachdem sie ein Jahr zuvor bei einem Auftrag in Venedig, bei dem sie da Vincis Pläne für ein Luftschiff stehlen sollten, von Milady De Winter hereingelegt wurden. Sie betäubte die drei und verkaufte die Plände an Buckingham (Orlando Bloom), den Erzfeind aus England.
Am nächsten Tag werden die Vier vor den König (Freddie Fox) zitiert, weil sich Kardinal Richelieu (Christoph Waltz) über sie beschwert hat.
Der König findet ihr Verhalten allerdings weniger schlimm und belohnt sie eher und im späteren Verlauf der Geschichte und des Films dürfen sie sich in einer heiklen Mission für das Königspaar bewähren, nachdem Kardinal Richelieu und der Herzog von Buckingham ihre Intrigen gesponnen haben.

Ich habe den Film zum ersten Mal direkt im Kino gesehen, weil ich den Cast einfach großartig finde. Als ich damals aus dem Kino kam, wußte ich nicht so genau, ob ich den Film nun gut fand oder eher schlecht, darum habe ich mir nun die DVD besorgt und den Film noch einmal geschaut und nach dem zweiten Schauen tendiere ich eher zu gut.
Vor allem der Humor gefällt mir. So kommt es zum Beispiel zum Duell zwischen D’Artagnon und Athos, Porthos und Aramis, weil D’Artagnon einen anrempelt, einem Wein verschüttet und weil Aramis ihm einen Strafzettel gibt, weil Butterblume, D’Artagnons Pferd, auf die Straße gekackt hat
Die Sprüche der Musketiere sind auch sehr lustig, allerdings hatte ich mir für die drei irgendwie noch mehr Screentime erhofft.
Ihren tollpatschiger Diener Planchet (James Corden) sowie Orlando Bloom als Buckingham fand ich auch sehr amüsant.
Allerdings ist der Humor dann auch wieder einer der Schwachpunkte des Films. Der König wird als junger Hanswurst dargestellt, was mir stellenweise einfach zu überzogen war.
Milla Jovovich als Milady hat mich auch eher genervt, allerdings kann ich allgemein mit ihr als Schauspielerin nicht so wahnsinnig viel anfangen.
Christoph Waltz war wie immer großartig. Der leicht arrogante Tonfall, den er so gut drauf hat, paßte hervorragend zum Kardinal. Allerdings kam er mir schauspielerisch manchmal etwas unterfordert vor 😉
Dass Mads Mikkelsen mitspielt, hat mich auch sehr gefreut und er spielt den Bösen, egal in welcher Aufmachung immer gut.
Kleinere Rollen hatten die deutschen Schauspieler Til Schweiger und Nina Eichinger, die waren aber auch weil die Rollen so klein waren, austauschbar.
Bezahlt gemacht hat sich bei dem Film, daß an echten historischen Plätzen in Bayern gedreht wurde. Das sieht man dem Film absolut an und die Bilder sind wunderschön farbenfroh und einfach toll anzuschauen.
Auf die 3D-Effekte und den ganzen Martial arts Kram hätte ich persönlich dann wieder verzichten können, aber gut….
Wer für einen Sonntagabend auf dem Sofa gutes Popcornkino sucht, liegt mit diesem Film meiner Meinung nach jedenfalls nicht daneben.

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2 Antworten zu Die drei Musketiere (von Paul W. S. Anderson)

  1. neckarhex schreibt:

    Stimmt, noch ein Eintrag auf die DVD-Wunschliste… 😉 Ich fand die Verfilmung herrlich. Toller Cast in der Tat, vor allem Walz als Richelieu war genial. Ich teile Deine Begeistertung absolut.
    Wie ist denn die Austattung der DVD? Ich warte meinstens lieber auf eine später erscheinende, ausführlichere Version, wobei ich nicht weiß ob es die hier überhaupt mal geben wird.

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  2. Herba schreibt:

    Du, zur Ausstattung der DVD kann ich Dir leider gar nichts sagen, weil ich die Extras eher selten schaue und die DVD nur geliehen war

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