Das Geheimnis der Ronneburg von Jörg Olbrich


Der junge Julius Meyer kommt 1820 aus Frankfurt nach Hüttengesäß, um dort nach dem Tod seiner Mutter etwas über seinen Vater herauszufinden, über den er nichts weiß.
Die Bewohner von Hüttengesäß plagen sich gerade mit einer Bestie herum, die zwar schon seit 20 Jahren immer mal wieder Tiere reißt, aber nun auch Menschen tötet.
Der Dorfälteste und Gastwirt Josef Steger hat den belgischen Jäger Luuk de Winter zu Hilfe geholt und Julius platzt in eine Zusammenkunft der Männer des Dorfes über das Vorgehen und wird schroff abgefertigt und nicht in das Gasthaus gelassen.
Zuflucht findet er bei der jungen Eva, deren Eltern gerade von der Bestie getötet wurde und gemeinsam versuchen die beiden dem Geheimnis von Julius Vater auf die Spur zu kommen.
Dabei geraten sie ins Visier der Bestie und es wird gefährlich für Julius und Eva.
Welche Rolle spielt die Ronneburg und ihre Bewohner bei den Morden und was verbirgt Josef Steger?
Werden Julius und Eva Licht in das Dunkel bringen?

Dieser historische Krimi war spannend und flüssig zu lesen.
Ich mag den Stil des Autor sehr gern. Jörg Olbrich schafft es die Spannung bis ganz zum Schluss zu halten, auch wenn ich als erfahrener Krimileser schon vorher eine Ahnung hatte, wer der Täter sein könnte.
Julius ist sehr sympathisch und sein innerer Konflikt wird sehr gut beschrieben.
Auch Eva hat mir gut gefallen und paßt als Figur gut zu Julius.
Luuk de Winter fand ich sehr kalt und verbissen, er wird als jemand beschrieben, der quasi über Leichen geht, um sein Ziel zu erreichen. Jörg Olbrich plant wohl noch weitere Romane mit dieser Figur. Das finde ich sehr gut, denn ich würde wirklich gern mehr über ihn und seine Beweggründe erfahren!
Der Schankwirt des Dorfes war mir durchgehend unsympathisch, auch wenn man im Lauf der geschichte ein bißchen was über seine Beweggründe erfährt.
Der Schauplatz des Romans (Hüttengesäß, die Ronneburg und die Umgebung) ist gut und anschaulich beschrieben.
Kleine Kritikpunkte sind die zu modernen Ausdrücke, die sich ganz selten mal eingeschlichen haben und ich hätte es gern gesehen, wenn man stellenweise etwas mehr Hintergrundinformationen über einzelne Personen oder auch die religiöse Gemeinschaft, die im Roman auf der Ronneburg lebt, bekommen hätte.
Alles in allem ist „Das Geheimnis der Ronnebrug“ aber ein gelungenes Werk und ich werde sicher Ausschau nach weiteren Büchern des Autors halten.

Das Geheimnis der Ronneburg beim Verlag Saphir im Stahl

Die Autorenseite von Jörg Olbrich

Das Buch wurde mir von Cat (Little Dhampir’s Leseecke) zur Verfügung gestellt – vielen Dank!!!

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3 Antworten zu Das Geheimnis der Ronneburg von Jörg Olbrich

  1. neckarhex schreibt:

    Das klingt ja wirklich interessant, zumal ich die Ronneburg von einem Besuch auf dem mittelalterlichen Markt dort ein bißchen kenne. Aber das Buch ist wohl nicht ganz einfach zu bekommen, oder?
    Es kommt auf meine „Merken und mal gucken“- Liste, denn mein Stapel ungelesener Bücher ist eher ein Berg ungelesener Bücher, und einer meiner Vorsätze dieses Jahr war, da nicht allzuviel dazu beizutragen. Den Vorsatz habe ich mit „Ein Lied aus Eis und Feuer“ schon bisher gleich dreimal gebrochen, daher kommt alles andere jetzt erstmal auf die Merkliste.

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  2. Herba schreibt:

    Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden und wird soweit ich weiß ohne Portokosten verdsand

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  3. neckarhex schreibt:

    Danke für die Info!

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